Mit Castlevania: Circle of the Moon macht eines der besten Spiele mit seitlicher Scrollleiste ein erfolgreiches Debüt auf dem Game Boy Advance. Diesmal folgen wir den Abenteuern von Nathan Graves beim Versuch, dem kürzlich zum Leben erweckten Dracula Einhalt zu gebieten. In der großen Tradition der Castlevania-Vampirjäger trägt Graves als wichtigste Waffe eine Peitsche und entdeckt nach und nach die traditionellen Sekundärwaffen Weihwasser, Dolch, Bumerang, Zeitstopp usw. Neu an der Serie ist das so genannte Dual Set-up System (DSS), das es Ihnen ermöglicht, 20 zufällig gefundene Karten für bis zu 80 Power-ups einzusetzen. Castlevania spielt sich wie ein Scrollleisten-Klassiker, ohne jedoch überholt zu wirken. Spieler klappern ein verworrenes Verlies ab, besiegen Monster und schalten neue Abschnitte des Verlieses frei -- mitunter durch den Einsatz neu erworbener Fähigkeiten. Es ist dem hervorragenden Castlevania: Symphony of the Night für die PlayStation sehr ähnlich, natürlich mit den akustischen Einschränkungen eines kassettenbasierten Handheld-Systems.
Leider ist die dunkle Grafik von Castlevania auf dem unsteten GBA-Bildschirm schlecht zu sehen. Bei längeren Spielen benötigt man eine durchgehende Beleuchtung von oben, sodass Castlevania nicht gerade das ideale Spiel für lange Fahrten ist. Die Animationen lassen auch zu wünschen übrig und lassen die Bewegungen der Figuren abgehackt erscheinen. Aber trotz dieser grafischen Mängel ist dieses Scrollleisten-Wunder ein ausgezeichneter Zusatz zu Ihrer GBA-Spielothek. --Raymond M. Padilla
Pro:
- Klassisches Gameplay
- Hoher Wiederspielbarkeitswert
- Toller Sound für einen Handheld
Kontra:
- Dunkle Grafik leidet unter dem GBA-Bildschirm
- Mittelmäßige Animation